Einleitung: Die Herausforderung für KMU
Immer mehr Unternehmen setzen auf KI, um Inhalte zu erstellen oder zu bearbeiten. Doch mit der Nutzung von Technologien wie Deepfakes kommen auch rechtliche Herausforderungen. Viele KMU sind sich unsicher, wann sie Inhalte kennzeichnen müssen und welche Ausnahmen es gibt. Diese Unsicherheit kann zu rechtlichen Problemen führen, die vermeidbar sind.
Die Kennzeichnungspflichten laut EU AI Act
Der EU AI Act schreibt vor, dass Nutzer informiert werden müssen, wenn sie mit KI-generierten Inhalten interagieren. Dies gilt insbesondere für synthetische Inhalte wie Texte, Bilder und Videos. Ein Beispiel: Wenn Sie ein KI-Tool nutzen, um ein Werbevideo zu erstellen, müssen Sie sicherstellen, dass das Video als KI-generiert gekennzeichnet ist. Die Kennzeichnung sollte klar und erkennbar sein, um rechtlichen Problemen vorzubeugen.
Ausnahmen von der Kennzeichnungspflicht
Es gibt jedoch Ausnahmen, die für KMU relevant sind. Eine wichtige Ausnahme betrifft die offensichtliche Nutzung: Wenn die Nutzung von KI für informierte Personen offensichtlich ist, ist keine Kennzeichnung erforderlich. Ein Beispiel: Wenn Sie einen Chatbot auf Ihrer Website einsetzen, der klar als solcher erkennbar ist, müssen Sie nicht zusätzlich darauf hinweisen, dass es sich um KI handelt.
Künstlerische und redaktionelle Inhalte
Bei künstlerischen oder satirischen Inhalten genügt eine dezente Offenlegung. Wenn Sie beispielsweise ein satirisches Video erstellen, das klar als Kunstwerk erkennbar ist, müssen Sie nicht auf die KI-Nutzung hinweisen. Ebenso entfällt die Kennzeichnungspflicht, wenn ein Mensch die Inhalte redaktionell kontrolliert und verantwortet. Das bedeutet, dass Sie bei redaktionell bearbeiteten Texten keine Kennzeichnung vornehmen müssen, solange ein Mensch die Verantwortung trägt.
Rechtliche Konsequenzen und Bußgelder
Die Nichteinhaltung der Kennzeichnungspflichten kann schwerwiegende Folgen haben. Bußgelder können bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes betragen, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Daher ist es wichtig, sich über die Kennzeichnungspflichten und deren Ausnahmen zu informieren, um rechtliche Risiken zu minimieren.
Fazit
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für KI-Inhalte sind komplex, aber nicht unüberwindbar. Mit dem richtigen Wissen über Kennzeichnungspflichten und deren Ausnahmen können KMU rechtlich auf der sicheren Seite bleiben. Informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Entwicklungen und nutzen Sie rechtliche Beratung, wenn nötig.
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Über den Autor
Steffen Hefter- ✓ BAFA-gelistet · Beratung förderfähig
- ✓ 27 Jahre Berufserfahrung in Führung & Vertrieb
- ✓ Bis zu 500 Mitarbeitende geführt
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